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o.T.

Was sich an Figuration zeigt, verweigert sich gern der eindeutigen Interpretation, handelt letztlich jedoch von Auf- und Umbruch, von Kampf und Selbstbehauptung, von Leben und Tod. Die Figuren und Handlungen sind so arrangiert und inszenatorisch in einer kulissenhaften Umgebung platziert, dass sie stets zwischen Raum und Unraum oszillieren. Auch wenn das Konzept einer illusionistischen Räumlichkeit klar zu erkennen ist, wird es im nächsten Moment bereits wieder zugunsten von Flächigkeit verworfen. Die Bilder verweisen in ihrem Umgang mit dem Material klar auf die Zweidimensionalität des Mediums und schlagen somit durch kunsthistorische Bezüge Brücken in die Vergangenheit. Die durchschimmernde Leinwand, der spontane Duktus und Farbverläufe in der Malerei, rasche Schraffuren sowie unausgeführte, nur mit Linien umrissene Bildelemente in der Zeichnung, machen die Eigenschaften der verwendeten Materialien und das eben eigene Artifizielle klar.

Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in Form des Selbstportrait ist kunsthistorisch von immenser Bedeutung. Doch durch die Vervielfältigung des Ichs wird das Selbstbildnis des Individuums ad absurdum geführt. Es dient in diesem Fall als Projektionsfläche für variable Stereotypen oder archetypische Zustände eines sich in grundsätzlicher Umwälzung befindenden gesellschaftlichen Systems. Beiläufig hinzu kommen Bezüge zu Dürer, Caravaggio oder David, genauso wie Verweise auf Ikonen der Moderne wie Malewitschs schwarzes Quadrat.